Weisel. Am Samstag startet er endlich, der finale Wettbewerb um
den Aufstieg in die 1. Faustball-Bundesliga. Nach mehreren vergeblichen
Versuchen hat es der TV Weisel endlich geschafft sich für die
Aufstiegsrunde zu qualifizieren. Hier werden aus den jeweiligen Ersten
und Zweiten der Staffeln Süd und West des „Unterhauses“ die beiden
Aufsteiger für die höchste Spielklasse ermittelt.
Doch in dem Turnier im Biesigstadion in Waibstadt werden die Weiseler es
mit hochkarätigen Gegnern zu tun haben. Den Meister aus der 2.
Bundesliga Süd, TV Schweinfurt-Oberndorf, bezeichnet der Trainer der TVW
als „ganz heißes Eisen, mit vielen talentierten jungen Spielern“. Die
Unterfranken können mit dem zweiten Aufstieg hintereinander den
sofortigen Durchmarsch in erste Liga schaffen.
Ein weiterer Widersacher für die Mannschaft von den Loreleyhöhen ist der
Gastgeber und langjährige Ligakonkurrent aus Waibstadt. Wie sie in der
vergangenen Saison schon schmerzlich erfahren mussten, dürfen die
Waib-städter nie unterschätzt werden. Im jüngsten Saisonfinale konnten
sie Weisel den fast schon sicher geglaubten Staffelsieg am letzten
Spieltag mit einem Sieg im direkten Duell noch entreißen. Dabei gaben
die Weiseler eine Zwei-Satz-Führung noch aus der Hand. „Diese Niederlage
steckt zwar sicher noch in einigen Köpfen, aber wenn wir spielen wie in
den ersten beiden Sätzen und beim Sieg in der Hinrunde, dann wissen
meine Jungs das sie sie schlagen werden“, so Göttert. Der letzte Gegner
ist der NLV Vaihingen um Nationalspieler Christian Löwe. Diese
Mannschaften gilt es zu schlagen, um nächstes Jahr auf höchster Ebene an
den Start gehen zu dürfen.
Mit viel Rückenwind gehen die frisch gebackenen U18- Weltmeister Roman
Debus und Luca Weber wie auch die U21-Europameister Adrian Debus und
Jan-Hendrik Clasen in den Aufstiegskampf. Trainer Bernd Göttert hofft,
dass „die Jungs ihr durch die Titel gewonnenes Selbstbewusstsein
mitnehmen konnten“, um so dem Team wichtige Impulse in den drei
Entscheidungsspielen geben zu können. Durch die Nachwuchswettkämpfe habe
zwar „das Zusammenspiel untereinander ein wenig gelitten“, so Göttert,
mit zusätzlichen Trainingseinheiten habe seine Mannschaft dies aber
wieder kompensiert.
Wenn am Samstag, 15 Uhr, der Anpfiff zum ersten Spiel zwischen dem TV
Weisel und dem TV Waibstadt ertönt, dann erwartet der Trainer ein Duell
auf Augenhöhe. „Es gibt keinen klaren Favoriten, auch nicht aus der
Sicht der anderen Mannschaften. In diesem Turnier ist die Tagesform
entscheidend“, so Göttert.
Im Fall eines Aufstiegs könnte Weisel auf eine überaus erfolgreiche
Saison zurück blicken, dann wäre man nach vielen Jahren wieder zurück in
der ersten Liga, wo der TVW nach Ansicht des Trainers „auf jeden Fall
bestehen könnte“. Außerdem würde den Faustballern aus Weisel mit ihren
Junioren-Welt- und Europameistern sowie nach dem Gewinn der Deutschen
Meisterschaft mit der A-Jugend eine goldene Zukunft blühen.
Axel Thunig