Weisel. Vor der tollen Kulisse von 120 Zuschauern zeigten die
beiden Top-Teams der zweiten Faustball-Bundesliga West, der gastgebende
TV Weisel und der punktgleiche Rivale aus Waibstadt, warum sie in dieser
Feldrunde eine Ausnahmestellung in ihrer Staffel einnahmen. Nachdem
beide dem chancen- und punktlosen Absteiger TSV Ludwigshafen mühelos die
Punkte abgeknöpft hatten, kam es zum Showdown, bei dem die
Mittelrheinischen den Kürzeren zogen und den Badenern den Gruppensieg
überlassen mussten. „Ein bisschen enttäuscht sind wir zwar schon, denn
die Meisterschaft wäre das i-Tüpfelchen gewesen. Doch wir haben nur zwei
Spiele verloren und können mit dieser Saisonausbeute absolut zufrieden
sein“, bilanzierte Weisels Trainer Bernd Göttert.
TV Weisel -
TSV Ludwigshafen 3:0
Keine Mühe hatte der TVW mit den Pfälzern, die ohne jeden Zähler auf der
Habenseite die Klasse postwendend wieder verlassen müssen. „Die
Ludwigshafener spielen mit einer älteren Mannschaft, die einfach kein
Zweitliga-Niveau hat und uns nicht gefährlich werden konnte. Es war eine
klare Sache für uns, wir haben nichts aufkommen lassen und viel
durchgewechselt“, so Göttert. Die einzelnen Satzergebnisse: 11:6, 11:5,
11:5.
TV Weisel -
TV Waibstadt 1:3
Fast zwei Sätze lang sah es nach einem erneuten Weiseler Erfolg gegen
die Waibstädter aus. „Wir begannen gut, haben sie beschäftigt und zu
Fehlern gezwungen“, war sich Göttert nach dem 11:7 im ersten Abschnitt
und einer folgenden 10:5-Führung fast schon sicher, dass sein Team auf
der Siegerstraße sei. Doch weit gefehlt. Plötzlich war der Faden
gerissen. Wir haben schlecht gestellt und brachten die Zuspiele nicht
mehr vernünftig an die Leine“, musste der Übungsleiter der Einheimischen
mit ansehen, wie beim 11:10 auch der sechste Satzball vergeben wurde.
Somit wurde der Konkurrent aufgebaut. In gleichem Maß, wie Waibstadt
sich steigerte, ließ beim Team von den Loreleyhöhen der Druck bei der
Angabe nach, und die Präzision der Schläger ließ zu wünschen übrig. „Die
haben aber auch ein tolles Auge und nutzen jeden falschen Schritt aus“,
attestierte Göttert dem neuen Staffelsieger im richtigen Moment eine
bärenstarke Vorstellung.
In knapp zwei Wochen wird es in Waibstadt bereits ein Wiedersehen geben.
Dann kämpfen die beiden West-Rivalen zusammen mit den Süd-Vertretern TV
Schweinfurt-Oberndorf und NLV Vaihingen um zwei begehrte Plätze im
Faustball-Oberhaus.
Stefan Nink
TV Weisel: A. Debus, R. Debus, Dillenberger, Weber, Rischen, P.
Kern, Clasen, S. Kern, Schupp.