Faustball: TV empfängt am Samstag den Spitzenreiter sowie Ludwigshafen
Weisel. Der letzte Spieltag in der 2. Bundesliga West hat es in
sich: Die Faustballer des TV Weisel treffen auf heimischem Platz in
Weisel als Tabellenzweiter auf den punktgleichen Spitzenreiter TV
Waibstadt. Wer dieses Spiel gewinnt, ist Meister der 2. Bundesliga.
Zudem müssen beide Teams am Samstag von 15 Uhr an auch gegen den TSV
Ludwigshafen ran. Kann das abgeschlagene Schlusslicht das Zünglein an
der Waage sein?
Schon vor dem Spieltag steht fest: Sowohl Waibstadt als auch Weisel
haben sich bereits vorzeitig für die Aufstiegsspiele zur 1. Bundesliga
qualifiziert. Die RLZ sprach im Vorfeld des Spieltags mit den beiden
Trainern Bernd Göttert (Weisel) und Rainer Frommknecht (Waibstadt).
Wer gewinnt das Spitzenspiel Weisel gegen Waibstadt?
Göttert: Weisel natürlich, weil wir mental stärker sind. Ich
schätze beide Teams aber gleich stark ein, der Bessere soll auch
gewinnen.
Frommknecht: Das wird ein sehr offenes Spiel. Das Hinspiel war
schon sehr knapp, da haben wir mit 2:3 verloren. Die Tagesform wird über
Sieg und Niederlage entscheiden.
Kann das Tabellenschlusslicht aus Ludwigshafen das Zünglein an der Waage
sein?
Göttert: Nein, das glaube ich nicht. Ich denke, beide Teams sind
in dieser Saison zu stark für Ludwigshafen. Der bereits feststehende
Absteiger sollte weder uns noch Waibstadt ein Bein stellen können.
Geschieht dies doch, wäre das bitter für das jeweilige Team.
Frommknecht: Ich glaube nicht, dass Ludwigshafen unseren Teams
ein Bein stellen kann. Die haben bisher noch keinen Punkt geholt und
werden gegen Weisel und auch gegen uns chancenlos sein.
Welches Team hat die Meisterschaft in der 2. Bundesliga West mehr
verdient?
Göttert: Beide Mannschaften haben den Titel verdient. Wer bis zu
diesem Zeitpunkt erst ein Saisonspiel verloren hat, der hat auch
Ambitionen, die Meisterschaft zu gewinnen. Die Tagesform wird über den
Titel entscheiden.
Frommknecht: Das ist schwierig zu sagen, zumal wir Weisel in
diesem Jahr nur einmal haben spielen sehen. Von den Sätzen her stehen
wir deutlich besser da, wichtiger als der Meistertitel sind aber die
Aufstiegsspiele.
Welchen Spieler aus dem gegnerischen Team hätten Sie gerne in Ihren
Reihen?
Göttert: Ich hätte gerne Marco Schäfer bei uns im Team, der erst
am vergangenen Wochenende gemeinsam mit unseren Spielern Adrian Debus
und Jan-Hendrik Clasen im Trikot der U 21-Nationalmannschaft
Europameister geworden ist. Marco ist ein sehr guter Angreifer mit einem
unwahrscheinlich guten Auge für das Spiel.
Frommknecht: Adrian Debus ist sehr variabel auf allen Positionen
einsetzbar. Er hat uns ja schon oft auch im Jugendbereich ein Bein
gestellt. Und auch sein Bruder Roman hat sich toll entwickelt. Beide
hätte ich gerne im Team.
Mit welchen Chancen geht Ihr Team in die Aufstiegsspiele?
Göttert: Unsere Chancen stehen 50:50. Vier Teams werden an einem
Wochenende um zwei Aufstiegsplätze spielen, da entscheidet erneut die
Tagesform. Wir haben einen großen Kader und sind auf allen Positionen
gut besetzt. Das ist unser großer Vorteil. Wir können reagieren, wenn
ein Spieler ausfällt.
Frommknecht: Wir sind zweimal knapp gescheitert und jeweils
Dritter geworden. Diesmal stehen unsere Chancen auf den Aufstieg 60:40.
Das Gespräch führte
Tom Neumann
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