Zwar kehrten die Faustballer des TV Weisel vom letzten Spieltag der
Hallenrunde der zweiten Bundesliga West mit zwei Siegen und Rang drei
im Abschluss-Klassement aus Karlsdorf in den
Taunus zurück, doch die Daumenverletzung von Roman Debus war mehr als
ein nur ein kleiner Wermutstropfen im Freudenbecher des Turnvereins.
KARLSDORF. Teuer bezahlt hat der heimische Faustball-Zweitligist TV Weisel die beiden Siege gegen den TV Käfertal (3:1 - 11:4, 11:7, 6:11, 11:9) und den gastgebenden TSV Karlsdorf (3:2 -
11:7, 8:11, 3:11, 13:11, 11:8) am letzten Spieltag der Hallenrunde.
Talent Roman Debus verletzte sich bei einer unglücklichen Blockabwehr
am Daumen. "Er war bereits in Bruchsal im Krankenhaus und wird in Kürze
noch einmal untersucht. Möglicherweise ist eine Sehne gerissen. Wenn
dem so ist, dann muss Roman operiert werden", so TVW-Übungsleiter Bernd Göttert, der dem Abteilungsleiter und A-Jugend-Trainer
Volker Kern die überaus schlechte Nachricht übermitteln musste, dass
der älteste Nachwuchs der Mittelrheinischen bei den bevorstehenden
westdeutschen Titelkämpfen definitiv auf eine seiner wichtigsten
Stützen wird verzichten müssen.
Eigentlich sollte der Junioren-Nationalspieler geschont werden. Doch bei der komfortablen 2:0-Satzführung
gegen Käfertal wollte Göttert allen ins Badische mitgereisten Cracks
Spielpraxis geben. Und dann passierte es mitten in der Aufholjagd im
vierten Durchgang, in welchem der TVW bereits 3:8 in Rückstand gelegen
hatte. "Der Schreck saß allen in den Gliedern", so Göttert. Dennoch
bogen die Faustballer von den Loreleyhöhen das Ding noch um.
Gegen Gastgeber Karlsdorf sahen die Zuschauer dann einen Krimi, den
der TSV fast schon gewonnen zu haben schien. Doch abermals bewiesen die
Weiseler großen Kampfgeist, wehrten sogar drei Matchbälle in Durchgang
vier ab, steigerten sich kontinuierlich und entschieden die Partie dann
im fünften Satz noch zu ihren Gunsten.
"Wir können zufrieden sein. Nur eine Niederlage in der Rückrunde
gegen Meister TV Waibstadt kassiert, deutlich Dritter geworden", fasste
Göttert die vergangenen Wochen im Stenogramm-Stil
prägnant zusammen. Wenn da nur die Verletzung von Roman Debus nicht für
nachdenkliche Mienen im Lager der Weiseler gesorgt hätte...
Stefan Nink
TV Weisel: R. Debus, A. Debus, Dillenberger, Rischen, S. Kern, Goebels, Ochs.