WEINHEIM. Mit einem Sieg und einer Niederlage kehrten die Zweitliga-Faustballer
des Turnvereins Weisel aus der Weinheimer Kreissporthalle in den Taunus
zurück. Mit 18:10 Zählern ist damit vor dem abschließenden Spieltag die
Teilnahme an der Aufstiegsrunde zum Oberhaus abgehakt, allerdings ist
den Mittelrheinischen der dritte Platz in der Gruppe West kaum noch
streitig zu machen.
Ein überraschend hartes Stück Arbeit hatten die Weiseler zum Auftakt
gegen den mit lediglich zwei Siegen längst als Absteiger feststehenden
Gastgeber TV Wünschmichelbach zu erledigen. Die Auseinandersetzung ging
über fünf weitgehend ausgeglichene Sätze. "Sie hatten nichts mehr zu
verlieren und machten uns mit ihren vielen Routiniers das Leben sehr
schwer", lobte Weisels Übungsleiter Bernd Göttert die engagierten
Nordbadener. Besonders deren Hüne Christoph Köhler setzte die Weiseler
mit seinen Angaben immer wieder unter Druck. Nachdem der Tabellendritte
von der Loreley zwei Rückstände ausgeglichen hatte (10:12, 11:7, 9:11,
11:8) schien sich die Waage doch zugunsten der Wünschmichelbacher zu
neigen. Sie hatten beim Stand von 10:9 im entscheidenden Durchgang die
Chance zu einem Erfolgserlebnis. Doch mit einem Ass glich Weisel aus,
bei Köhler hatten merklich die Kräfte nachgelassen und so sorgten
dessen beiden Fahrkarten für die Entscheidung zugunsten des TV Weisel.
"Spielerisch ist zwar längst nicht alles nach Wunsch gelaufen, doch wir
haben kämpferisch überzeugt", bilanzierte Göttert.
Im zweiten Match mussten die Faustballer aus dem Rhein-Lahn-Kreis dann gegen den die Tabelle anführenden Bundesliga-Absteiger TV Waibstadt eine 1:3 (9:11, 12:10, 3:11, 8:11)-Niederlage
hinnehmen. Dabei hielten Götterts Jungs mit Ausnahme des völlig
missratenen dritten Satzes sehr gut mit dem Favoriten mit. Es sah im
vierten Satz sogar so aus, als könnten sie den Favoriten noch mehr
ärgern, nachdem ein 5:8-Rückstand egalisiert worden war. Göttert: "Doch wir haben leider den neunten Punkt nicht gesetzt."
Unter dem Strich ist der sportliche Chef der Weiseler mit dem
Verlauf der Runde zufrieden. "Unsere beste Zeit wird sicher noch
kommen. Wir hatten zu wenig Alternativen und werden im Frühjahr alles
daran setzen, in der Feldrunde den Sprung in die Aufstiegsrunde zu
schaffen." (stn)
TV Weisel: A. Debus, R. Debus, S. Kern, P. Kern, Goebels, Ochs, Rischen, Dillenberger.