NASTÄTTEN. Die Faustballer des Turnvereins Weisel schnuppern in der
Gruppe West der zweiten Bundesliga weiter an Platz zwei, der zur
Teilnahme an der Aufstiegsrunde zum Oberhaus berechtigt. Aus eigener
Kraft hingegen können die Mittelrheinischen im Endspurt der Runde ihr
Vorhaben nicht mehr in die Tat umsetzen, denn der TSV Pfungstadt weist
vier Begegnungen vor der Endabrechnung nach seinem 3:0-
Triumph gegen den Spitzenreiter TV Waibstadt weiter zwei Zähler mehr
als die Weiseler auf. Zudem verfügen die Südhessen auch über das um
zwölf Durchgänge wesentlich günstigere Satzverhältnis. Das bedeutet für
den TV Weisel: Weiter zuverlässig seine Hausaufgaben lösen und
gleichzeitig auf (zugegebenermaßen ziemlich unrealistisch anmutende)
Ausrutscher des Konkurrenten aus der Darmstädter Kante hoffen. Weisels
Trainer Bernd Göttert: "Wir müssen auf jeden Fall alles gewinnen und
8:0 Punkte holen. Ob es dann ausreicht, muss abgewartet werden. Wir
sind von den Pfungstädter Ergebnissen doch ein wenig ernüchtert."
TV Weisel -
FFW Offenburg II 3:2
Im Krimi gegen die Südbadener hatten die Weiseler das bessere Ende
auf ihrer Seite. Nachdem der erste Durchgang trotz eigener 10:5-Führung
noch mit 10:12 abgegeben werden musste, drohte kurz darauf beim
Zwischenstand von 7:10 schon eine kleine Vorentscheidung. Begünstigt
durch zwei vermeintlich leichte Annahmefehler bei der Reserve, die
mehrere Satzbälle nicht zu verwerten vermochte, kam der TVW zurück und
glich mit 14:12 aus. Dann aber legte Offenburg den besseren Endspurt
hin (11:8), ehe die Gastgeber den Spieß umdrehten (11:8) und einen
fünften Abschnitt erzwangen. Hier setzten sich die Faustballer von der
Loreley schnell auf 8:2 ab und schaukelten das Ding mit 11:4 nach
Hause. Die Hereinnahme von Dominic Goebels wirkte sich ebenso positiv
aus wie des Trainers Maßnahme, Adrian Debus nach vorne zu ziehen.
Dadurch kam wesentlich mehr Zug in die Weiseler Aktionen. "Die
glücklichere Mannschaft hat gewonnen", bilanzierte Göttert.
TV Weisel -
Turnerbund Oppau 3:0
In der Partie gegen die Ludwigshafener fuhren die Mittelrheinischen
die erhofften Pflichtpunkte ein. Im ersten Durchgang brachte nach dem
5:5 ein energischer Zwischenspurt das 11:5. Anschließend profitierten
Götterts Jungs von ihrer schnellen 5:0-Führung,
die zwar noch einmal den ebenso berühmten wie ungeliebten Schlendrian
auf den Plan rief, doch Weisel schaukelte diese Phase erneut mit 11:5
nach Hause. Dann stotterte der TV-Motor zunächst, doch nach einem 3:8-Rückstand
kam Weisel noch einmal auf Touren. Mit spektakulären Annahmen und
Rückschlägen von Adrian Debus wurde der Erfolg eingetütet. Stefan Nink
TV Weisel: R. Debus, A. Debus, Dillenberger, Goebels, P. Kern, Ochs, Göttert.